Sonntag, 15. August 2010

Schluss...aus...vorbei?

Nun ist es soweit. Ich sehe momentan keine Zukunft mehr für Cluster No.1984. Zwar fallen mir hin und wieder Themen ein, zu denen ich mich gern äußern würde, jedoch fehlt mir der Ehrgeiz dazu.

Der Grund ist meine enorme Erwartungshaltung. Mir ist nun klar, dass man mir hier nicht die Türen einrennen wird, deshalb sollte ich der Realität in die Augen schauen. Mir fehlt einfach die Kreativität solche Texte zu schreiben... mehr als meine Meinung verkünden will ich nun auch nicht, da tut es auch Twitter.

Es kann gut sein, dass ich hin und wieder den immensen Drang verspüre, hier etwas zu veröffentlichen. Darauf warten sollte aber keiner. Deshalb mache ich es auch kurz und emotionslos. Dieser Blog ist so gut wie tot. Ich konzentriere meine Kräfte auf meine Hauptseite.

Vielen Dank an dieser Stelle an meine treusten Leser René und David. Mehr fallen mir jetzt nicht ein... das Schlimme ist wahrscheinlich, dass diese beiden Herren auch nur die einzigen Besucher meiner anderen Seite sein könnten... ich nehme es mit Humor.

Machs erstmal gut, Cluster No.1984.

Mittwoch, 4. August 2010

Ein Nachruf




Tja Herr Hayward, nun hast Du wohl doch eingesehen, dass es wohl besser ist von Deinem Posten zurückzutreten. Zu lässig schein Dein Umgang mit dem, was auf Deiner Bohrinsel passiert ist. Jetzt, nach einiger Zeit sind die Eckdaten ja auch recht dramatisch. Geschätzte 500.000 bis 1 Million Tonnen Rohöl gingen Deinem Konzern unfreiwillig durch die Lappen, direkt in den Golf von Mexiko. Nicht einmal 1/5 davon konntet Ihr vor der wütenden Bevölkerung der Küsten, der Fischer und vor allem der Flora und Fauna zurückhalten. Nun stehst Du und Dein Konzern ziemlich unglücklich da. Ihr werden das Flussdelta des Mississippi schädigen, Ihr werdet die einzigartige Vogelwelt schädigen, Ihr werdet die Meeresfrüchte schädigen und damit auch die Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Natürlich habt Ihr auch eine immense Luftverschmutzung durch das Abbrennen des auslaufenden Öls verursacht. All dies sind unglückliche Umstände, die aus dem trägen Krisenmanagement resultieren. Eure gut gemeinten Gegenmaßnahmen, wie die Dispersion des Öls durch große Mengen von Chemikalien (deren Langzeitwirkungen noch gar nicht bekannt sind), exotischen Unterwasseroperationen wie „Buttom-Kill“ und „Top-Kill“ konnten das austretende Öl kaum etwas entgegensetzen. Wenigstens (oder endlich) „Static-Kill“ scheint erfolgreich. All dies hat in dieser Wassertiefe noch nie jemand versucht. Ihr könnt euch also auf die Schulter klopfen. Jetzt nach einer Zeit von über 3 Monaten habt Ihr es scheinbar geschafft. Nicht schlecht. Dafür haben sicherlich viele Köpfe geraucht. Oder nicht?


Natürlich hat diese Katastrophe niemand kommen sehen, oder vielleicht doch? Jedenfalls hast Du, Herr Hayward, Dein altes Leben wieder zurück. Du musst keinen Kameramann mehr verscheuchen und Dir nicht mehr eingestehen, früher „kleine“ Fehler gemacht zu haben. Natürlich warst auch Du derjenige, der sich am sehnlichsten gewünscht hat, dass dieser Alptraum so schnell wie möglich endet. So recht schien Dir das keiner abzunehmen. Für all diese doch recht unüberlegten Äußerungen gibt es ja die seriöse Plattform Facebook, auf der man sich ganz zeitgemäß entschuldigen kann.


Du scheinst sogar intuitiv und hellseherisch zu handeln. Du Fuchs hast doch tatsächlich vor der Explosion der „Deepwater Horizon“ einen gewissen Anteil deiner BP-Aktien verkauft. Genial.


Nun ziehst Du also doch ganz geschickt die Notbremse. Übergibst dein Amt an Bob Dudley. Deine Tränen werden hoffentlich schnell trocknen, winken doch umgerechnet 14,1 Millionen Euro Abfindung und evtl. ein gesichertes Jahresgehalt samt Pensionsansprüchen. Wenn du Glück hast, findest Du also eine Position in einer Tochterfirma von BP.


Zurück lässt Du nur die mittlerweile wohl größte Ölkatastrophe der Menschheit. Elegant gelöst.


Wir wünschen Dir für Deine weitere (berufliche?) Zukunft alles Gute!


PS: Auf das BP nun wieder ein wenig mehr Gewinn erwirtschaftet. Lasst uns am Besten einfach so weitermachen wie bisher.


Quellen: Wikipedia, Der Standard, World Economic Forum